Da sich die SAP Analytics Cloud (SAC) ständig weiterentwickelt, bringt jedes vierteljährliche Release Verbesserungen mit sich, die Planung, Berichterstellung und Analyse intuitiver und vernetzter gestalten. In den letzten Quartalen konnten wir eine erweiterte Live-Anbindung über Snowflake, verbesserte Simulationsfunktionen in Compass sowie neue Funktionen für die Zusammenarbeit wie „Story Versioning“ und das „Comment Management Dashboard“ beobachten.
Die Version für das zweite Quartal 2026 knüpft an diese Dynamik an und konzentriert sich auf ein gemeinsames Thema: den Anwendern mehr Kontrolle zu geben. Ob es nun darum geht, die Darstellung, Validierung, Verknüpfung oder Überwachung von Daten zu steuern – diese Updates helfen Unternehmen dabei, übersichtlichere Berichte zu erstellen, die Planungssteuerung zu verbessern und die tägliche Arbeit in SAC zu vereinfachen.
Geschäftsplanung und Prognosen
Asymmetrische Darstellung bei Tabellen-Widgets
Eines der herausragenden Merkmale dieser Version ist die Einführung der asymmetrischen Berichterstellung mithilfe von Sichtbarkeitsfiltern für Tabellen-Widgets.
Bislang waren zur Erstellung von Berichten, in denen für verschiedene Kennzahlen oder Berechnungen unterschiedliche Hierarchieebenen angezeigt wurden, oft komplexe Umgehungslösungen erforderlich. Mit Sichtbarkeitsfiltern können Berichtsdesigner nun genau steuern, welche Hierarchieebenen und Elemente in den einzelnen Spalten oder Zeilen erscheinen, ohne dass dies Auswirkungen auf die zugrunde liegenden Berechnungen hat.
Beispielsweise kann eine Spalte „Aktuelles Quartal“ ausschließlich Informationen auf Quartalsebene anzeigen, während eine Spalte „Gesamtjahr“ die Jahresgesamtwerte innerhalb derselben Tabelle darstellt. Das Ergebnis ist eine übersichtlichere und gezieltere Berichterstattung, die es Entscheidungsträgern erleichtert, sich auf die wichtigsten Informationen zu konzentrieren.
Validierung der Planeingabe mit onBeforeDataEntryProcess()
Mit dem neuen Tabellenereignis „onBeforeDataEntryProcess() “ lassen sich Planungsprozesse zudem besser steuern.
Dieses Ereignis wird ausgeführt, bevor vom Benutzer eingegebene Werte an das Backend gesendet werden, wodurch Validierungsprüfungen direkt bei der Eingabe möglich sind. Unternehmen können damit Geschäftsregeln durchsetzen, beispielsweise das Verhindern negativer Werte, das Einschränken bestimmter Änderungen oder die Überprüfung von Eingaben anhand vordefinierter Schwellenwerte.
Indem sie Probleme bereits vor der Datenübernahme erkennen, können Planungsteams die Datenqualität verbessern und den Bedarf an nachgelagerten Korrekturen verringern.
Dashboard-Design
Ein neues, entkoppeltes Datenpanel
Mit der Einführung des „Decoupled Data Panel“ profitieren Story-Designer von einer erheblichen Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit.
Bisher waren Datenobjekte eng mit dem Builder-Panel verknüpft. Nun kann über ein eigenes Panel unabhängig auf die Daten zugegriffen werden, wodurch sich Konten, Kennzahlen, Berechnungen und Datenquellen während der Erstellung von Stories leichter anzeigen lassen.
In Kombination mit Drag-and-Drop-Funktionen und dem direkten Zugriff auf Modellierungswerkzeuge optimiert diese Erweiterung die Berichterstellung und sorgt für eine intuitivere Bedienung, insbesondere bei komplexen Planungs- und Analyseszenarien.
Datenkonnektivität und -verwaltung
Live-Verbindung zur Microsoft Azure SQL-Datenbank
SAP baut seine Strategie der Live-Anbindung weiter aus. Nach der Unterstützung von Google BigQuery und Snowflake führt SAP nun die Live-Anbindung an die Microsoft Azure SQL-Datenbank für planungsfähige Modelle ein.
Unternehmen können sich dafür entscheiden, Daten zur Laufzeit direkt aus der Azure SQL-Datenbank abzurufen, anstatt auf Replikationsprozesse zurückzugreifen. Dies verringert die Komplexität des Modells, reduziert den Datentransfer und bietet Kunden mehr Flexibilität bei der Verwaltung ihrer Analysearchitektur.
Für diejenigen, die replikationsbasierte Ansätze bevorzugen, steht die Erfassung weiterhin als Alternative zur Verfügung.
Verbesserte Auftragsüberwachung
Der Job-Monitor wird zudem durch die Unterstützung von Data-Export-API-Jobs erheblich verbessert.
Administratoren können nun Exportaufträge verfolgen und deren Status zusammen mit anderen Integrationsprozessen von einem zentralen Standort aus überwachen. Dies verbessert die Transparenz in automatisierten Datenpipelines, vereinfacht die Fehlerbehebung und stärkt die operative Governance in allen SAC-Umgebungen.
Fazit
Mit den Updates für das zweite Quartal 2026 setzt SAP seinen Fokus darauf fort, Analytik und Planung flexibler, vernetzter und benutzerfreundlicher zu gestalten. Von der lang erwarteten Einführung der asymmetrischen Berichterstellung über erweiterte Live-Anbindungen bis hin zu verbesserten Planungssteuerungen – diese Verbesserungen gehen auf die praktischen Herausforderungen ein, mit denen sowohl Geschäftsanwender als auch Administratoren konfrontiert sind.
Da sich SAC weiterentwickelt, liegt der Schwerpunkt nicht mehr nur auf der Erweiterung um neue Funktionen, sondern darauf, Unternehmen mehr Kontrolle darüber zu geben, wie sie auf ihre Daten zugreifen, diese verwalten und darauf reagieren. Die Frage lautet: Welche dieser Verbesserungen werden den größten Einfluss darauf haben, wie Ihre Teams planen und berichten?
