Einsicht

Rückblick: Digital Finance 2026

Am 7. Mai 2026 trafen sich Führungskräfte aus dem Finanzbereich im Finext-Büro in Delft zur „Digital Finance 2026“ – einer halbtägigen Veranstaltung, die sich um eine zentrale Frage drehte: Wenn KI bereit ist, ist Ihre Architektur es auch? Der Nachmittag umfasste drei Vorträge: die aktuelle Praxis von KI im Finanzwesen, wie eine zukunftssichere Finanzarchitektur aussieht und was nötig ist, um die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung über die Pilotphase hinaus voranzutreiben.

Die Einsatzbereitschaft hängt davon ab, was man im Hintergrund aufgebaut hat. KI kann eine fragmentierte Datenlandschaft nicht beheben. Ein virtueller Kollege kann in einem unordentlichen Büro nicht funktionieren.

Was in den Tabellen nicht erfasst wird

Grundsatzrede von Robin Schluter, Finanzdirektor der Louwman Group

Robin Schluter begann mit etwas Seltenem: einer Finanzgeschichte, die in der richtigen Reihenfolge erzählt wurde. Nicht das Endergebnis, sondern was zuerst kam, was danach folgte und warum die Reihenfolge entscheidend war. Bei der Louwman Group ging es beim Aufbau der Grundlagen nicht nur um technologische Entscheidungen. Die Menschen dazu zu bringen, ihre Arbeitsweise tatsächlich zu ändern, erwies sich als das schwierigere – und wichtigere – Problem. Das lässt sich aus den Tabellen nicht ablesen. Robin zeigte, wie sie diese Herausforderung gemeistert haben und wohin die Louwman Group steuert: KI im Finanzwesen, bereits in vollem Gange.

Die Realität der KI: Was funktioniert heute tatsächlich?

In der Demo wurden drei Funktionen vorgestellt:

  • Intelligente Abweichungsanalyse: KI, die Budgetabweichungen analysiert und sofort erklärt, ohne dass ein Analyst sich erst eingehend damit befassen muss.
  • Der Produktivitätsassistent: Automatisierte Rechnungsbearbeitung, Buchungen und komplexe Steuerregeln, die auf Transaktionsebene angewendet werden.
  • Horizontale Integration: Daten aus verschiedenen Quellen und Zeiträumen werden abgeglichen und in einer einheitlichen Übersicht zusammengeführt.

Der virtuelle Kollege läuft heute. Die eigentliche Frage ist, ob die ihn umgebende Infrastruktur dafür ausgelegt ist, diese Last zu tragen.

Die Architektur der Ruhe: Richtung statt Bewegung

Drei Gedanken prägten diese Sitzung:

  • Die wahren Werttreiber übernehmen das Ruder: Finden Sie heraus, was wirklich den Ausschlag gibt, und bauen Sie Ihre Architektur darauf auf – statt auf überlieferten Gewohnheiten.
  • Richtung statt Hektik: Eine gut gestaltete Arbeitsumgebung beseitigt Ablenkungen, verringert Reibungsverluste und gibt Ihrem Team Raum für die wirklich wichtigen Aufgaben.
  • Ihre Landkarte, Ihre Reise: Wir wandeln Ihre aktuelle Anwendungslandschaft in einen konkreten Fahrplan bis 2030 um – einen Plan, der genau zu Ihrem Unternehmen passt und nicht nur ein fremdes Konzept ist.

Eine zukunftsfähige Finanzabteilung entsteht nicht erst im Jahr 2030. Sie beginnt mit bewussten strukturellen Entscheidungen, die bereits heute getroffen werden.

Mehr als nur ein Pilotprojekt: KI in der Kreditorenbuchhaltung mit Freeday

Gesponserte Arbeitsgruppe

Die meisten Projekte zur Automatisierung der Buchhaltung sehen in der Demo gut aus. In dieser Sitzung ging es darum, was danach passiert. Freeday stützte sich auf Live-Implementierungen bei der Louwman Group, Bitvavo, der Novum Bank, Bux by ABN AMRO und Pathé. Achtzehn Monate Erfahrungen aus der Implementierung in 25 Minuten: die Entscheidungen, die Rahmenbedingungen und die Fehlschläge, die es selten in eine Präsentation schaffen. Die Teilnehmer gingen mit dem genauen Wissen darüber nach Hause, was vorhanden sein muss, bevor digitale Mitarbeiter im AP-Bereich zum Einsatz kommen. Die Technologie funktioniert. Die Frage ist, ob Ihre Grundlagen dafür bereit sind.

Was der Tag insgesamt gebracht hat

Jede Sitzung machte dasselbe deutlich: Finanzverantwortliche, die den Schritt vom Berichten zum Prognostizieren vollziehen, brauchen mehr als nur neue Tools. Sie benötigen eine solide Grundlage, auf der sie aufbauen können. Bei „Digital Finance 2026“ ging es darum, dies konkret und nicht nur theoretisch zu veranschaulichen.

Weiterführende Literatur

Diese drei Artikel knüpfen an die Vorträge an – sie gehen näher auf die Themen ein, die den Nachmittag geprägt haben.

  1. Die Transformation im Finanzwesen beginnt mit der Architektur
    Die logische Fortsetzung nach dieser Seite. Das Prinzip „Architektur zuerst“ vor der Toolauswahl war genau das, worauf jede Sitzung abzielte.
  2. Warum in der Finanzabteilung nach jedem Go-Live immer wieder dieselbe Diskussion geführt wird
    Dies knüpft an das Hauptthema von Robin Schluters Keynote an: Menschen dazu zu bringen, ihre Arbeitsweise tatsächlich zu ändern. Die menschliche Seite der Architektur.
  3. Effizientere Kreditorenbuchhaltung in 4 Schritten
    Ein praktischer Nachschub für alle, die nach der Freeday-Veranstaltung nach konkreten nächsten Schritten gesucht haben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist „Digital Finance 2026“?

„DigitalFinance 2026“ ist eine von Finext organisierte Veranstaltung, die am 7. Mai 2026 in Delft stattfindet und sich mit der digitalen Finanzarchitektur als Grundlage für KI im Finanzwesen befasst. Am Nachmittag standen eine Keynote von Robin Schluter (Louwman Group), eine Live-KI-Demonstration, ein Workshop zur Finanzarchitektur sowie eine von Freeday gesponserte Sitzung zum Thema Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung auf dem Programm.

Was ist digitale Finanzarchitektur?

„DigitalFinance Architecture“ ist das Rahmenkonzept von Finext für die Gestaltung einer vernetzten, zukunftssicheren Finanzfunktion. Es erfasst Ihre Anwendungslandschaft, identifiziert Leistungslücken und erstellt einen Fahrplan, der es ermöglicht, dass moderne Tools – einschließlich KI – zuverlässig zusammenarbeiten.

Wie sieht KI im Finanzwesen in der Praxis aus?

Auf derDigital Finance 2026 wurden in einer Live-Demo drei Funktionen vorgestellt: intelligente Abweichungsanalyse, automatisierte Rechnungs- und Journalbearbeitung sowie quellenübergreifende Datenabstimmung. Diese Funktionen sind nur dann einsetzbar, wenn die zugrunde liegende Datenlandschaft vernetzt und gut strukturiert ist.

Was ist erforderlich, um KI im Kreditorenbuchhaltungsbereich einzuführen?

‍Die Präsentation von Freedaystützte sich auf 18 Monate Erfahrung mit Live-Implementierungen in fünf Unternehmen. Eine erfolgreiche Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung erfordert saubere Daten, klar definierte Prozesse und die organisatorische Bereitschaft vor der Inbetriebnahme. Die Technologie ist bereit. Die Voraussetzungen dafür sind es meist nicht.

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