Ihr HR-Plan und Ihr Finanzmodell liegen in unterschiedlichen Systemen. Also verbringen Sie den Planungszyklus damit, Zahlen zusammenzutragen, statt mit ihnen zu entscheiden. Dieser Artikel zeigt, wie ein treiberbasiertes HR-Modell in CCH Tagetik den Personalbestand mit der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) verbindet, vom Modellaufbau bis zum Szenariovergleich.
Warum hinkt die HR-Planung den Zahlen immer hinterher?
HR und Finance arbeiten oft in getrennten Systemen, deren Daten nicht zusammenpassen. HR kennt den Personalbestand. Finance verantwortet Budget und GuV. Jemand führt beides in Excel zusammen, und wenn das Ergebnis auf dem Tisch liegt, beschreibt es eine Lage, die sich längst verändert hat.
Die Symptome kennen Sie wahrscheinlich:
- Excel-Modelle, die zusammenbrechen, sobald sie wachsen
- Daten in Systemen, die nicht miteinander sprechen
- Planungszyklen, die so lange dauern, dass die Zahlen bei Ankunft schon veraltet sind
- Wenig Vertrauen in das Ergebnis, bei HR wie bei Finance
Hinter diesen Problemen steckt eine gemeinsame Ursache. Ihre HR-Planung ist nicht mit Ihrem Finanzmodell verbunden, und die Daten liegen an mehreren Stellen. Solange das so bleibt, reagieren Sie auf die Zahlen, statt mit ihnen zu steuern. Eine Planungsplattform wie CCH Tagetik schließt diese Lücke mit einem treiberbasierten Modell.
Was braucht ein treiberbasiertes HR-Modell?
Ein treiberbasiertes Modell berechnet seine Ergebnisse aus wenigen Eingangsgrößen. Ändert sich eine davon, ändert sich das Ergebnis überall mit. In CCH Tagetik legen Sie im ersten Schritt des Workflows vier Bausteine fest. Treiber (Drivers) sind die zentralen Variablen, etwa FTE und Gehälter. Skalen (Scales) sind die Dimensionen, nach denen Sie analysieren, etwa Ebene, Rolle oder Land. Outputs sind die Ergebnisse, die das Modell berechnen soll Formeln (Formulas) enthalten die Logik, die aus Treibern und Skalen diese Outputs macht. Zur Forecasting-Seite derselben Plattform lesen Sie „Modellierung und Vorhersage mit CCH Tagetik“.
Tagetik bringt einen vordefinierten Satz an Bezeichnungen für Treiber und Skalen mit. Sie aktivieren die, die Ihr Modell braucht, und hinterlegen für jede eine fachliche Definition. So meinen HR und Finance dasselbe, wenn sie von „FTE“ sprechen. Konfigurieren können Sie all das in der Weboberfläche von Tagetik oder über das Excel-Add-in.
Danach läuft der Workflow in zwei Phasen. In der Vorbereitungsphase legen Sie die Modellstruktur und die gewünschten Outputs fest. In der Analysephase berechnen, prüfen und analysieren Sie die Ergebnisse. Sie können den Workflow für eine einzelne Einheit ausführen oder einmal für alle Einheiten, indem Sie den obersten Knoten wählen.
Wie kommen Mitarbeiterdaten ins Modell, ohne Excel neu zu bauen?
Steht die Struktur, kommen die Daten. Für jede Berichtsperiode erfassen Sie die Ist-Werte Ihrer Treiber und Skalen, etwa Mitarbeiterzahlen und Gehaltsentwicklungen, manuell oder per Upload.
Für Daten auf Mitarbeiterebene liest der ETL-Prozess von Tagetik (Extract, Transform, Load) eine CSV-Datei ein. Sie wählen die Datei aus, klicken auf Run, und die Daten landen im Modell. Ein Kontrollbericht zeigt anschließend für jeden Mitarbeiter, was geladen wurde. Der Bericht ist schreibgeschützt, so prüfen Sie den Input, bevor eine Berechnung startet. Wenn Sie diese Ladevorgänge selbst ausführen möchten: Unsere Schulungskurs zum Thema „Datenladen“ am 17. November behandelt Quick Data Load und ETL in der Praxis.
Was passiert, wenn Sie die Berechnung starten?
Ein einziger Schritt, ein Data Transformation Package, wendet Ihre Formeln auf jeden Mitarbeiter in jeder Periode an. Er ermittelt pro Person die relevanten Treiber und Skalen und schreibt die Outputs, etwa Personalkosten und die Entwicklung des Personalbestands, ins System. Die Logik steckt im Modell statt in einzelnen Tabellen. Deshalb folgen die Ergebnisse überall denselben Regeln, egal wo Sie die Berechnung ausführen.
Wie testen Sie eine Einstellungsentscheidung, bevor Sie sie treffen?
Die Analysephase beginnt mit einer Data Entry, die die Werte je Mitarbeiter auflistet. Sie bearbeiten sie Zeile für Zeile und hinterlegen pro Person einen Kommentar mit der Begründung. Ändern Sie die FTE einer einzelnen Person, bewegt sich der Headcount-Verlauf im Diagramm mit.
Angenommen, Sie wollen in einem Land oder einer Rolle aufstocken oder einen Einstellungsstopp verhängen. Sie ändern den Input und sehen sofort die Wirkung auf den Personalbestand, ohne eine neue Version einer Tabelle zu bauen.
Wie zeigt sich eine Personalveränderung in Ihrer GuV?
Der letzte Schritt verbindet Personalbestand und Finanzen. Ein Profit-&-Loss-Bericht zeigt die Personalkosten, vergleicht die Ergebnisse mit Budget- oder Forecast-Szenarien und hilft Ihnen, die Abweichungen zu analysieren. Der Bericht Scenario Comparison stellt Forecast, Budget und Ist-Werte in einer GuV-Ansicht nebeneinander, mit Diagrammen, die die Kostenwirkung Ihrer Personalentscheidungen zeigen.
Ändern sich Ihre Inputs, starten Sie die Berechnung erneut. Die Formeln werden neu angewendet, und der Vergleich zeigt die neuen Zahlen. So wird Planung zu einem Prozess, den Sie bei jeder Datenänderung wiederholen können, und HR und Finance arbeiten mit denselben Zahlen. Mehr zur Planungsseite der Plattform: Budgetierung und Planung mit CCH Tagetik.
Das HR-Modul von CCH Tagetik in Aktion
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein treiberbasiertes HR-Planungsmodell?
Ein treiberbasiertes Modell berechnet Ergebnisse aus Eingangsgrößen, den sogenannten Treibern, etwa FTE und Gehälter. Sie analysieren sie nach Skalen wie Ebene, Rolle oder Land, und Formeln machen daraus Outputs wie Personalkosten. Ändern Sie einen Treiber, ändert sich jeder Output mit, der davon abhängt.
Muss ich in der Weboberfläche arbeiten oder kann ich Excel nutzen?
Beides geht. In CCH Tagetik konfigurieren Sie das Modell in der Weboberfläche oder über das Excel-Add-in. Die Demo zeigt die Weboberfläche.
Wie kommen Mitarbeiterdaten ins Modell?
Sie erfassen Werte pro Periode manuell oder laden sie hoch. Für Daten auf Mitarbeiterebene lädt der ETL-Prozess von Tagetik eine CSV-Datei, und ein schreibgeschützter Kontrollbericht zeigt für jeden Mitarbeiter, was geladen wurde.
Kann ich pro Einheit oder für den ganzen Konzern planen?
Beides. Sie können den Workflow für eine einzelne Einheit ausführen oder einmal für alle Einheiten, indem Sie den obersten Knoten wählen.
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